Mittwoch, 28. Juni 2017

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"Das geschlossene System Barockoper scheint plötzlich durchlässig für außereuropäische Tonfolgen, eigenwillige Verwandtschaften tun sich auf. Die Figuren bekommen so geistig andere Farben und Charaktere. Manchmal kann Multikulti wirklich magisch sein. Man muss nur wissen wie."
(Die Welt, 06.04.2011)

"Die Instrumentalensembles unter den Leitungen von Mehmet C. Yesilçay und Werner Ehrhardt spielen mit Herzblut und natürlicher Beseeltheit auf. Die Gesangssolisten ziehen da in entsprechendem Enthusiasmus mit. Wenn der weiche und anmutige Sopran von Juanita Lascarro und der spannungsgeladene Countertenor von Florin Cezar Ouatu im "Fermati" aus "Rinaldo" zusammentreffen, sprühen Funken."
(Opernglas, 4/2011)

"Die beiden Ensembleleiter Werner Ehrhardt und Mehmet Cemal Ye?ilçay haben bei der Konzeption und ihrer Umsetzung ganze Arbeit geleistet und ein rundum stimmiges Programm arrangiert, das den Zuhörer ganz neue Facetten an Händels Musik entdecken lässt. Dessen Arien mit orientalischen Instrumenten durchwoben zu hören, wirkt nämlich verblüffend natürlich, gar nicht als Fremdkörper, sondern vielmehr so passend, als müsste es so klingen - man braucht nur einmal Serses "Ombra mai fu" mit Kanun-Begleitung zu hören oder das Duett "Son nata a lagrimar", von der Kemençe eingeleitet. Dieses türkische Streichinstrument kommt auch beim Höhepunkt des Programmes "No, no, ch'io non apprezzo" zum Einsatz, einem Duett aus "Agrippina", das dank der orientalischen 'Verstärkung' eine wunderbare Sogwirkung entfaltet. […] ein kurzweiliger und höchst anregender Abend."
(Rondo, 09.04.2011)

"Die Aufnahme sprüht vor spontaner Lust und Leben. Das Prinzip des Improvisierens, das beiden Arten der Musikausübung gemeinsam ist, sorgt für eine Atmosphäre musikalischer Erfindungslust, wie man sie auch in Bezug auf Händel früher schon gelegentlich freizusetzen versuchte. […] im Arrangement und in der Verbindung Händels mit osmanischen Musikelementen wirkt die Aufnahme revolutionär."
(Fono Forum, 5/2011)

"Selten dürfte das Duett "Scherzano sul tuo volto" aus Händels Oper "Rinaldo" derart gegroovt haben. […] Europäischer Barock geht offenbar mühelos eine Symbiose ein mit türkischer Sufi-Tradition. Besonders beeindruckend ist das im Finale zu erleben, wo alle Akteure zusammen ein türkisches geistliches Lied, ein Ilahi, anstimmen. Mit nicht nachlassender musikalischer Energie stürmen l'arte del mondo und das Pera Ensemble durch das Programm. Ihnen dabei zuzuhören macht Laune. Die Gemeinsamkeiten sind entscheidend, nicht die Unterschiede - das könnte so etwas wie die Botschaft dieser rundum gelungenen Einspielung sein."
CD der Woche
(NDR Kultur, 12.04.2011)

Amor oriental ist vieles in einem: modernes Händel-Pasticcio, Zusammenspiel von europäischer Klassik und orientalischer Sufi-Musik, nicht zuletzt abenteuerliches Märchen mit Happy End. Eingefangen in einem mitreißenden Live-Mitschnitt eines Konzertes aus der Berliner Philharmonie. Mit schmissigen Instrumentalnummern aus Händels beliebtesten Opern und den schönsten Arien wie "Piangerò", "Ombra mai fù", "Ah crudel", oder "No, no ch'io non" in orientalischem Gewand. Interpretiert vom Barock-Ensemble l'arte del mondo und der türkischen Gruppe Pera sowie Juanita Lascarro (Sopran), Florin Cezar Ouatu (Counter) und dem legendären Sufi-Sänger Ahmet Özhan.
So lebendig und farbenfroh war Händel schon lange nicht mehr. Orient meets Okzident at it's best.

"... von mitreißender Lebendigkeit"

(Berliner Zeitung)

"Das geschlossene System Barockoper scheint plötzlich durchlässig für außereuropäische Tonfolgen, eigenwillige Verwandtschaften tun sich auf. Die Figuren bekommen so geistig andere Farben und Charaktere. Manchmal kann Multikulti wirklich magisch sein. Man muss nur wissen wie."
(Die Welt, 07.04.2011)

"... ein rundum stimmiges Programm, das den Zuhörer ganz neue Facetten an Händels Musik entdecken lässt."
(Rondo Online, 09.04.2011)

"Selten dürfte das Duett "Scherzano sul tuo volto" aus Händels Oper "Rinaldo" derart gegroovt haben."
(NDR Kultur)

MIGMAGAZIN

Das Bühnenensemble, bestehend aus dem Pera Ensemble und dem Ensemble l`arte del mondo, der kolumbianischen Opernsängerin Juanita Lascarro, dem aus Rumänien stammenden Opernsänger Florin Cezar Ouatu und dem Solisten Ahmet Özhan, bietet seinem Publikum eine leidenschaftliche und pulsierende Liebesgeschichte.

„Nicht neben- sondern miteinander“
Dem Ensemble ist es gelungen, dass die verschiedenen Musik- und Stilrichtungen nicht neben- sondern vielmehr miteinander spielen. Darauf haben besonders Mehmet C. Yesilcay, Gründer und musikalischer Leiter des Pera Ensemble, und Werner Ehrhardt, Dirigent, wert gelegt.

„Wir gingen von der historischen Situation im 17. und 18. Jahrhundert aus, als die Gesandtschaften der verschiedenen Länder bei ihren Zusammenkünften auch ihre Musiker mitbrachten, die dann eben auch zusammen musiziert haben.“ so Ehrhardt.

„Interreligöses Happyend“
Eine Begegnung Armidas, der Tochter eines Derwischs und Rinaldos, der sich der Heerfahrt gegen den Islam anschließt, kann nichts Gutes verheißen. Dennoch verlieben sich die beiden ineinander. So nimmt die Geschichte ihren mal dramatischen, mal melancholischen und mal freudigen Lauf. Das Paar trotzt allen Widrigkeiten und Schwierigkeiten: ein „interreligiöses Happyend“ also.

Soviel gelebter und gefühlter Integration kann sich nicht einmal das sonst gediegenere Philharmoniepublikum entziehen. Standing ovations und tosender Beifall, kraftvoll im Takt sind das Ergebnis. Die Pastete der Integration wird miteinander genossen, nicht gegeneinander. Chapeau!

Berliner Zeitung
Die Auflösung von Fremdheit

Händel und Sufi-Gesänge im Kammermusiksaal der Philharmonie

Martin Wilkening

Auf eine universale Auflösung von Fremdheit zielt auch das Opernprojekt, das am Mittwoch in der "Alla turca" - Reihe der Philharmonie zur Aufführung kam. Erstaunlich war der Abend vor allem, weil der "kulturelle Dialog" aus der Praxis der Musiker sprach, und weil die vielfältigen Reize hinter der Oberfläche eine Sorgfalt erkennen ließen, in der Differenzen bewahrt wurden und trotzdem etwas Gemeinsames entstand. Dieses Gemeinsame besaß nichts Didaktisches oder Steifes, sondern war von mitreißender Lebendigkeit. Werner Ehrhardt, Begründer des "Concerto Köln" und jetzt mit seinem neuen "Ensemble l"arte del mondo" unterwegs, arbeitet schon länger mit Mehmet C. Yesilcay zusammen. Der in München lebende Ud-Spieler hat im Ensemble Sarband ähnliche Projekte mitgestaltet und war jetzt mit seinem eigenen "Pera Ensemble" aus Istanbul dabei. "Armida" nannte sich ihr Pasticcio, in dem Händels Opernwelt mit der Welt des Sufi-Gesanges überblendet wurde.

Der größte Vorzug dieser Produktion ist, wie klug und einfühlsam sie die Berührungspunkte zwischen den Polen ihrer musikalischen Welten abtastet. Die Sänger (außer Özhan noch der koloratursichere Countertenor Florin Cezar Ouatu und die Sopranistin Juanita Lascarro) bleiben im Wesentlichen in ihrem Fach. In dem zum Happy End abschließenden ekstatischen Sufi-Lied werfen die Opernsänger lediglich ein paar Brocken Türkisches ein, nur Özhan lässt seine rauh ergreifende Stimme einmal in einem italienisch gesungenen Duett und einer mit türkischem Text unterlegten Arie hören. Zwischen seinen tranceartigen Gesängen mit ihrer Mikrointervallik und Händels geradliniger Melodik vermitteln die Instrumente des europäischen und des türkischen Ensembles, die sich in die Sphären der jeweils anderen hinein bewegen, ohne dabei ihr eigenes zu verlieren. Unterschiedliche Intonation und Phrasierung berühren sich in faszinierender Weise, Ergebnis eines aufeinander Hörens, erste Bedingung für jeden Dialog.

Mitteldeutsche Zeitung

Mit "Armida statt Rinaldo" hatten Werner Ehrhardt und Mehmet C. Yesilkay ein Pasticcio gebacken, das Zutaten aus Händel-Opern mit exotischen Gewürzen kombinierte - eine Melange aus Orient und Okzident, die sich als Rezept in Papierform wie ein respektvolles Neben- und Nacheinander las. Doch was man dann in der Ulrichskirche erlebte, war viel mehr - eine raffinierte Mischung der Aromen, eine wechselseitige Durchdringung und Bereicherung der Klangwelten.Die Idee, die eurozentrische Sicht auf die Kreuzzüge umzukehren, sorgte dabei für den ästhetischen Mehrwert: Wenn sich nach einer Barock-Battaglia die türkische Ney-Flöte mit ihrem rauen Ton meldete, sah man förmlich den Wind über das leere Schlachtfeld fegen. Wenn sich der lupenreine Sopran von Juanita Lascarro oder der hohe Ton von Florin Cezar Ouatu mit den ungewohnten Skalen von Ahmet Özhan mischte, rührte gerade die Differenz zwischen diesen Ausdrucksformen unmittelbar an. Wie beflügelnd aber die Percussion auf die Streicher wirkte, wie perfekt sich die Klangfarben zu neuen Tönungen verbanden - das sollte die Veranstalter zu weiteren Begegnungen dieser Art ermutigen, bei denen die Barockmusik ihr Eigenes im Anderen spiegelt.

 

www.opernnetz.de

Mehmet Cemal Yesilcay und Werner Ehrhardt haben „ein interkulturelles Opernpasticcio“ – so der Untertitel dieses Armida-Projekts – zusammengestellt, ja geradezu genial zusammenkomponiert, das vor allem eines weckt: Emotionen! Und dies auf eine kaum zu beschreibende, ergreifende Weise.

... Eine Wucht, was dieser junge Rumäne an vokalen Funken schlägt, in Händels „Venti turbini“ beispielsweise. Balsamisch flutet sein „Ombra mai fu“, quecksilbrig schwirren seine aberwitzigen Koloraturen in „Crude furie“.

und Ahmet Özhan lässt seinen urwüchsigen, glaubwürdigen, überzeugenden Tenor fließen

... Weiß diese Sängerin, weiß Simone Kermes eigentlich, was sie in solchen unvergleichlichen Augenblicken anrichtet mit ihrem Publikum? Hektoliter an Tränen sind da geflossen-

Ruhrnachrichten

Festival Klangvokal
Pasticcio "Armida" war ein Brückenschlag von Händels zu türkischer Musik
Von Julia Gaß am 7. Juni 2009 

Ohne Brüche flossen Händels Musik und die aus der Türkei ineinander. Die "Armida" von Mehmet C. Yesilcay und Werner Ehrhardt erzählt die Geschichte der Liebe über Religionsgrenzen hinweg zwischen der Muslima Armida und dem Christen Rinaldo.
Simone Kermes, eine wilde, leidenschaftlich singende und spielende Sopranistin, wandelte emotionaler zwischen Orient und Okzident. Anrührende Momente hatte sie in den stillen Szenen, packende in den Arien, in denen sie zur Furie wurde.

Westfälische Nachrichten,

1. Februar 2009
Der Dirigent tanzt
... Das Steinfurter Publikum weiß, dass man zwischen den Sätzen- oder hier zwischen den Arien und Gesängen nicht klatscht – aber an diesem Abend siegte die Begeisterung vor der Contenance: Es gab ständig Beifall nach bewegend gesungenen arien oder auch nach einem Tambourin Solo – und natürlich bei dem mehrfach wiederholten Finale.

Monika Fahlbusch

Westfälische Nachrichten,

1. Februar 2009
Händels Orient-Ausflug
... Eine Oper die es gar nicht gibt ... aber mit drei außerordentlichen Künstlern, die jeden Augenblick mit elektrisierender Spannung füllten. ....
... die hoch konzentrierte Spannung entlud sich in überschäumenden Beifall.

Chr. Schulte im Walde

Münsterische Zeitung,

2. Februar 2009
.... So emanzipiert wie in diesem Konzert haben Orient und Okzident noch nie miteinder musiziert.
... Werner Ehrhardt leitete das Barockorchester L’arte del mondo und das türkische Pera-Ensemble. In der Kombination beider Musikkulturen überraschten die Gemeinsamkeiten mehr als die Unterschiede, angefangen bei der verblüffend ähnlichen Besetzung.
Und doch behielt jede Musik ihre Charakteristika. So deutlich wie in noch keinem anderen Konzert wurde die Frage, ob es eine allgemeingültige Musikkultur gibt, beantwortet: Nein, gibt es nicht. Und das ist auch gut so.

Dirk Jaehner

Leverkusener Anzeiger

Eine Versöhnung der Kulturen und Religionen, gewonnen aus dem Geist der Musik - das war „Armida, ein interkulturelles Opernpasticcio“, zu sehen im Forum. Im Untertitel verhieß das Projekt „Händel-Opern treffen auf türkische Musik“, und aus diesem Meeting ergaben sich dann sehr reizvolle Momente. Des Inhalts, dass Arien und Szenen aus Händels „Rinaldo“, „Julius Cesar“, „Alcina“, „Xerxes“ und „Agrippina“ mit Improvisationen aus dem osmanischen Reich konfrontiert, ergänzt und verschmolzen wurden. So ergab sich ein schillerndes musikalisches Panorama, in jeder Facette spannend und berührend.